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Frankfurter Oberbürgermeister: „Ein Segen für unsere Stadt!"

Peter Feldmann empfängt Mädchen stellvertretend für alle, die nicht persönlich teilnehmen dürfen
Frankfurter Oberbürgermeister: „Ein Segen für unsere Stadt!"
Frankfurter Oberbürgermeister: „Ein Segen für unsere Stadt!"
Stadtdekan Johannes zu Eltz segnet die drei Sternsingerinnen im Römer. Daneben steht Oberbürgermeister Peter Feldmann. © A. Zegelman / Bistum Limburg

Zwischen Kapuze, Umhang, Mundschutz und Krone ist nicht viel zu sehen von den Gesichtern der drei Mädchen, die an diesem Freitagvormittag die Tür zum Römer aufstoßen. Die Weisen aus dem Morgenland mit Mundschutz – für die erfahrenen Sternsingerinnen ist das schon ein bisschen ungewohnt. Vor allem das lautere Sprechen unter der Alltagsmaske strengt an. Aber ein Gutes hat die Situation dennoch, finden Karolina (9), Valentina (10) und Antonija (12): „Da wird das Gesicht nicht so kalt. Normalerweise ist man ja als Sternsinger schon länger draußen unterwegs.“

Diesmal allerdings nicht, denn aufgrund der Pandemie können die vielen Mädchen und Jungen, die normalerweise als Sternsinger in der Stadt unterwegs sind, nicht zu den Menschen nach Hause kommen. Stattdessen gibt es im Lockdown nun diverse digitale Angebote und andere gute Ideen wie Segenstüten, die per Post kommen oder in der Kirche ausliegen.

Segen mit tragbarem Weihwasserspender

Entsprechend ist auch der Ablauf des Auftakts ein anderer als sonst. Corona-bedingt müssen der traditionelle Gottesdienst im Dom, zu dem in normalen Jahren 80 bis 100 Sternsingerinnen und Sternsingern kommen, und der anschließende große Empfang im Kaisersaal des Römers ausfallen. Stattdessen sind die drei Schwestern aus Frankfurt-Nied die einzigen, die in diesem Jahr von Oberbürgermeister Peter Feldmann empfangen werden – stellvertretend für alle anderen Sternsinger, die in diesem Jahr daheim bleiben müssen. Und auch den Segen von Stadtdekan Johannes zu Eltz gibt’s nicht im Dom, sondern im Kaisersaal. Und zwar mit Weihwasser aus einem tragbaren Weihwasserspender.

© A. Zegelman / Bistum LimburgDie Sternsingerinnen auf dem Weg zum Römer. Zum Öffnen der Bilderstrecke bitte anklicken.
© A. Zegelman / Bistum LimburgDie Sternsingerinnen auf dem Weg zum Römer. Zum Öffnen der Bilderstrecke bitte anklicken.
© A. Zegelman / Bistum LimburgFast da - der Römer ist schon zu sehen.
© A. Zegelman / Bistum LimburgKarolina, Valentina und Antonija öffnen die Tür und treten ein.
© A. Zegelman / Bistum LimburgZum Kaisersaal geht es die Treppe hinauf.
© A. Zegelman / Bistum LimburgOberbürgermeister Peter Feldmann begrüßt die Mädchen im Kaisersaal.
© A. Zegelman / Bistum LimburgDie neunjährige Karolina zündet die Kerze an.
© A. Zegelman / Bistum LimburgStadtdekan Johannes zu Eltz segnet die drei Sternsingerinnen im Römer. Daneben steht Oberbürgermeister Peter Feldmann.

„Die Sternsinger dürfen in diesem Jahr nicht unmaskiert ihre frischen Gesichter zeigen und ihre hellen Stimmen hören lassen. Das fehlt vielen Menschen sehr“, sagt der Stadtdekan in seiner kurzen Rede. „Es wird besser dadurch, dass es vernünftig ist, so zu handeln, aber besser ist nicht gut – und weh tut’s trotzdem.“ Doch apropos trotzdem: „Wir sind trotzdem hier. Die Stadt, die vieles runterfahren und vieles bleiben lassen muss, hat Euch drei eingeladen und öffnet die Pforten des Römers für Euren Besuch und die Herzen der Verantwortlichen für Euer Licht und euern Segen.“

Ungewohnte Ehre, ungewohnter Druck

Für Karolina, Valentina und Antonija ist es eine ungewohnte Ehre, so im Mittelpunkt zu stehen. Doch dadurch erhöht sich auch der Druck, sich beim Aufsagen des Sternsinger-Texts nicht zu verhaspeln. „Weil in diesem Jahr alles so anders ist, sind wir schon ein bisschen aufgeregter als sonst“, räumt die älteste Schwester Antonija ein. Doch es klappt ohne Versprecher – und auch das Anzünden der Kerze neben der Tafel, die traditionell im Römer die Schrift über der Tür ersetzt, verläuft ohne Zwischenfälle.

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Oberbürgermeister Feldmann freut sich über den Besuch der drei Mädchen, die von Gemeindereferentin Verena Nitzling von der katholischen Kirche Nied und Frank Kienast, Jugendbildungsreferent bei der Jugendkirche JONA, begleitet werden. „Auch wenn die Tradition der Sternsinger nicht in gewohnter Form ausgeübt werden kann, es bleibt dabei: Ihr seid ein Segen für unsere Stadt und für diejenigen, die Hilfe brauchen. Die Kinder unserer Stadt bringen den Segen in die Häuser unserer Stadt – eine schönere Tradition kann es nicht geben“, so Feldmann.

„Eine Motivation für uns alle“

Der Oberbürgermeister lobt den Ideenreichtum der diesjährigen Sternsinger-Aktion: „Aufkleber, Postkarten, Videos, Segenspakete, Armbänder, Bilder und so vieles mehr haben sich die Sternsinger einfallen lassen, um den Segen zu überbringen. Ihr lasst euch nicht unterkriegen und das ist Motivation für uns alle, uns auch nicht unterkriegen zu lassen.“

Schon jetzt freue er sich darauf, im kommenden Jahr wieder alle Sternsinger im Kaisersaal zu begrüßen. „Bitte gebt den Dank der Stadt und meinen persönlichen Dank an alle Kinder, die sich als Sternsinger engagieren, jedoch nicht persönlich hier dabei sein können“, bat er die drei Schwestern. „Ihr seid die Kinder unserer Stadt und alle zusammen seid ihr die Hoffnung unserer Welt.“

Damit auch die daheimgebliebenen Sternsinger virtuell dabei sein können, hat Frank Kienast von der Jugendkirche JONA extra ein Kamerateam bestellt. Das Ergebnis findet sich ab heute Abend auf dem YouTube-Kanal der katholischen Stadtkirche Frankfurt.

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