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Für Lösungen und mehr Frieden

Diözesanversammlung fordert Hilfe für Kamerun und Geflüchtete
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Ingeborg Schillai schreibt drei Briefe an Politiker. © pixabay

Zwischen humanitärer Hilfe, Solidarität und Konflikten: Die Präsidentin der Diözesanversammlung des Bistums Limburg, Ingeborg Schillai, hat im September an Politiker geschrieben, um auf die Krisensituationen in Kamerun und die prekäre Lage auf Moria aufmerksam zu machen. In einen Schreiben an Bundesaußenminister Heiko Maas fordert sie die Ausarbeitung einer Lösung des Kamerun-Konfliktes. Die anderen beiden Briefe richtet die Präsidentin an Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und an Malu Dreyer, Ministerpräsidentin für Rheinland-Pfalz, in denen sie um die Aufnahme von Geflüchteten aus Moria bittet.

Für Gerechtigkeit in Kamerun

© Bistum KumboIn Kamerun unterschreibt ein Bürger die Briefpedition.

Das Bistum Limburg ist mit dem Bistum Kumbo in Kamerun partnerschaftlich verbunden. Seit 2016 herrscht in Kamerun ein Konflikt zwischen dem englischsprachigen Teil und der Zentralregierung in Yaoundé. Seit Ausbruch des Konflikts sind nach Angaben der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR mehr als 680.000 Menschen auf der Flucht. Die Diözese Kumbo und andere Vertreter der katholischen Kirche setzen sich für diese Flüchtlinge ein und versuchen in dem Konflikt zu vermitteln. Das Präsidium der Diözesanversammlung des Bistums Limburg hatte sich bereits 2018 in dieser Angelegenheit an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt. Da es bislang in dieser Krise keine erkennbaren Schritte zu einer Lösung gab, möchte die Versammlung erneut ihre Position als politisches Sprachrohr nutzen.

Unter anderem fordert die Präsidentin in ihrem Brief an Heiko Maas: „Bringen Sie den anglophonen Konflikt auf die Agenda des UN-Sicherheitsrates, damit die Völkergemeinschaft die menschenverachtenden Taten verurteilt, die Einrichtung einer unabhängigen Kommission zur Untersuchung von Menschenrechtsverbrechen fordert und sich zum Anwalt für Gerechtigkeit und Aufarbeitung des traumatisierenden Konfliktes macht.“ Ferner ruft Schillai dazu auf, konkrete Lösungsansätze zu dem Kamerun-Konflikt auf die Prioritätenliste der Außenpolitik zu setzen.

Solidarität kundtun und handeln

Des Weiteren ruft die Abteilung Weltkirche im Bistum Limburg zum Petitionsschreiben auf, um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen. „Mit den Briefen legen wir den Finger in die Wunde. Das, was bisher erfolgt ist, das reicht nicht. Wir brauchen mehr politische Initiative“, sagt Winfried Montz, Leiter der Abteilung Weltkirche. „Wir im Bistum sind berührt von der Not der Menschen in Kamerun. Wir möchten in der Solidarität tätig werden. Es braucht nicht nur das Gebet, sondern auch eine finanzielle Unterstützung und das konkrete Handeln von Politikern, um diesen Konflikt zu lösen“, ergänzt er.

Unterstützung für Geflüchtete aus Moria

In dem zweiten Brief setzt sich Ingeborg Schillai mit klaren Worten für die Aufnahme von Menschen aus dem Flüchtlingslager in Moria auf der griechischen Insel Losbos ein. Seit dem Brand in Moria befinden sich die Geflüchteten in einer äußerst prekären Situation. So heißt es in dem Brief: „Wir können die unbestreitbaren Probleme nicht auf dem Rücken der Menschen austragen, die offenkundig größte Not leiden. Eine schnelle und möglicherweise vorläufige Unterbringung in Deutschland ist ein Gebot der Humanität.“ Die eigene Einflussnahme auf die Bundesregierung zu nutzen, um eine humanitäre Lösung für die geflüchteten Menschen herbeizuführen, darum bittet Schillai stellvertretend für das gesamte Präsidium der Diözesanversammlung.

Sich der Petition anschließen

Den politischen Forderungen können sich Pfarreien anschließen. Es ist möglich, den Petitionsbrief an den deutschen Außenminister zu unterschreiben und zur Unterschrift auszulegen. Eine Vorlage gibt es hier:

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